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Christliche Pfadfinder - CPD-Wildeck
Hier gelangen Sie zur Homepage der Christlichen Pfadfinder Wildecks: www.cpd-wildeck.de

Pfadfindergruppen im Haus der Generationen

Sippe Wiesel (MĂ€dchen)
jeden Dienstag von 17.00-19.00 Uhr, Alter: 9-12 Jahre
Leitung: Jana Schellhas und Samira Dressel

Wölflingsmeute (MÀdchen und Jungen)
jeden Freitag von 17.00-19.00 Uhr, Alter: 7-10 Jahre
Leitung: Carina Klein, Tel.: 06626/773366

Sippe “Ohne Namen” (Jungen)
jeden Mittwoch von 18.00-19.00 Uhr, Alter: 10-12 Jahre
Leitung: Nico Treibert

Infos bei:
oder Tobias Rimbach, Tel.: 0152 052 054 72


 

Pfadfindergruppe im Ev. Gemeindehaus Hönebach

Zurzeit keine
 

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Per limites – Über Grenzen hinweg
39 Pfadfinder aus Wildeck waren mit auf Fahrt

Alle vier Jahre findet das Bundeslager (BuLa) der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland (CPD) statt, dieses Jahr ĂŒber einen Zeitraum von zehn Tagen im Juli/August in der Eifel. In Hellenthal nahmen auch 39 Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes Adam von Trott aus Wildeck teil, zusammen mit insgesamt ca. 1.600 MĂ€dchen und Jungen, Jugendlichen und Älteren. Die Altersspanne lag zwischen sechs Wochen und 83 Jahren. Das Lager bestand zeitlich und thematisch aus zwei Abschnitten. Die erste HĂ€lfte war mit pfadfinderischen Inhalten ausgefĂŒllt. Es wurde eine mehrtĂ€tige Wanderung veranstaltet (Haik), ein Gildentag gestaltet und an einem sogenannten „Lebenswegetag“ gemeinnĂŒtzige Einrichtungen besucht. Dabei unterstĂŒtzten die ehrenamtlich tĂ€tigen Pfadfinder u.a. ein Altersheim in der Umgebung, indem sie ZĂ€une strichen.

Die zweite HĂ€lfte stand unter dem Motto der Spielidee „Römer und Germanen“. Das Lager verwandelte sich ĂŒber fĂŒnf Tage in eine Welt des Altertums, natĂŒrlich in selbst hergestellter, an historischen Vorbildern orientierter Verkleidung. An einem „Markttag“ verkauften die Pfadfinder z.B. selbst hergestellten Schmuck, Kerzen, KleidungsstĂŒcke oder Essen nach epochal-typischen Rezepten und vieles mehr gegen Spiel-WĂ€hrung, die seinerzeit gebrĂ€uchlich war. Sie organisierten Wagenrennen, SchaukĂ€mpfe von Gladiatoren, Komödianten und SĂ€ngertrupps traten auf.

Fotograf_Egon Joisten
Foto: Egon Joisten

 

Das BuLa setzte sich aus sechs Unterlagern zu je etwa 220–240 Personen zusammen, deren Namen passend zur Spielidee ausgesucht worden sind z.B. Krieger, Handwerker, Priester, Seher.

? Der Stamm Adam von Trott wird von Tobias Rimbach (22) aus Bosserode geleitet – wie lange machst Du das schon?

Tobias Rimbach: Ich bin StammesfĂŒhrer seit Herbst 2007, also im fĂŒnften Jahr.

?Welche Aufgabe solltet Ihr wĂ€hrend des BuLa’s ĂŒbernehmen?

Rimbach: Wir hatten einen Sitzkreis fĂŒr 230 Pfadfinder aus Fichtenstangenholz zu bauen (s. Foto) und eine der sechs UnterlagerkĂŒchen zu betreiben. Denn logischerweise herrscht das Prinzip der Selbstversorgung!

?Was ist Dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Rimbach:Mit sehr nassem und windigem Wetter hatten wir anfangs nicht so viel GlĂŒck, aber mit diesen Widrigkeiten wurden wir gut fertig. Die Spielidee hat mich beeindruckt – es war so realistisch und detailgetreu umgesetzt, dass man zeitweise komplett in die Vergangenheit abgetaucht ist. Auch der Haik, den ich organisatorisch begleitet habe, war lustig.

?Ihr macht eine besondere Form der Jugendarbeit – Du nennst Dich StammesfĂŒhrer – Ihr sprecht bei Euren Kleingruppen von Sippe, tragt ein einheitliches graues Hemd (Kluft) mit blauem Halstuch. Tradition und Brauchtum sind Euch wichtig. Helmut Schmidt, fĂŒr viele eine moralische Instanz, spricht in einem seiner BĂŒcher ĂŒber die Schwierigkeit der Deutschen mit dem Begriff FĂŒhrer und FĂŒhrung. Hast Du Erfahrungen mit Vorbehalten Euch gegenĂŒber gemacht?

Rimbach:Die Nationalsozialisten ĂŒbernahmen viele der alten Begriffe und Verhaltensweisen, die u.a. die Pfadfinder von jeher benutzten. Die Nazis missbrauchten sie hochgradig fĂŒr ihre Zwecke. Wenn wir beispielsweise mit unserem Wimpel in Kluft auf Haik sind, altes Liedgut singen, das auch von vielen Jugendlichen zunĂ€chst fĂŒr „uncool“ gehalten wird, stoßen wir schon auch heute noch in sensiblen Bereichen der deutschen Geschichte auf ZurĂŒckhaltung, z.B. wĂ€hrend des Sommerlagers 2006 in Elsass-Lothringen. Einfacher ist das Auftreten in Gebieten, in denen Pfadfinder aktiv sind. Man kann es nicht verallgemeinern, in Belgien wurden wir dieses Jahren sehr freundlich aufgenommen.

?         Thematisiert Ihr diese Ressentiments?

Rimbach:NatĂŒrlich. Wenn wir angesprochen werden, stellen wir die ZusammenhĂ€nge klar. Nach innen sprechen wir im Rahmen der Pfadfinderausbildung darĂŒber. Die TiefgrĂŒndigkeit verstĂ€rkt sich im Laufe eines Pfadfinderlebens auf diversen Schulungen.

?Wie unterscheidet sich Eure Jugendarbeit von anderen Betreuungsformen

Rimbach:Wir legen Wert auf KontinuitĂ€t und Verbindlichkeit, d.h. die Gruppen sind mit Ausnahme der Anfangszeit fĂŒr NeuzugĂ€nge geschlossen, denn nur so kann eine gewachsene Gemeinschaft entstehen. Wir versuchen, das „C“ zu leben: im gegenseitigen Umgang, wir halten Andachten wĂ€hrend der Sippenstunden und sind gemeinnĂŒtzig aktiv.

?Welchen Vorteil siehst Du darin fĂŒr Dein Leben? 

Rimbach:Wenn man sich immer mit den gleichen Leuten trifft, entstehen grĂ¶ĂŸeres Vertrauen und höheres ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl untereinander, verbunden mit mehr Respekt und Toleranz fĂŒreinander. In meinem jetzt neunjĂ€hrigen Pfadfinderdasein hat mir das schon sehr geholfen.

Redaktionelles Anmerkung: der Stamm Adam von Trott feiert nÀchstes Jahr zehnjÀhriges JubilÀum. Mit den derzeit 83 Mitgliedern wird auf einem neuen GelÀnde (am Rand des Schrebergartenvereines) in Obersuhl an einem Stammesheim gearbeitet.

Das Interview fĂŒhrte Almut Teichmann, Pressesprecherin des Stammes Adam von Trott.

Pfadfinder

Am 09. Juli gegen 9.00 Uhr machten wir uns mit Bus und unserem GepĂ€ck auf den Weg nach Wiltz. Die Fahrt verlief soweit problemlos, abgesehen davon, dass uns statt einer Klimaanlage eine „Eismaschine“ zur VerfĂŒgung stand und der Busfahrer uns riet, ganz dringend seine BockwĂŒrstchen zu essen, damit wir die Fahrt besser ĂŒberstĂŒnden.

In Wiltz angekommen, machten wir uns gleich ans Aufbauen des Lagers, was sich nicht so angenehm gestaltete, da unsere Zeltstangen am anderen Ende des Platzes lagen und wir sie so auf schmalen Pfaden erst ins Lager bringen mussten.

Ansonsten war auf dem Platz alles soweit in Ordnung und auch die HollÀnder, die die restlichen PlÀtze bevölkerten, waren ganz o.k., sodass wir uns mit manchen anfreundeten.

Am nĂ€chsten Tag bauten wir noch einige Dinge fĂŒr unser Lager, z.B. ein Kreuz und einen „Pool“. Zudem unternahmen wir einige AusflĂŒge wĂ€hrend des Lagers. Wir besuchten das nahe gelegene Wiltz, machten eine Stadtrallye und bekamen so einiges von der Stadt zu sehen, z.B. das nationale Streikdenkmal, welches zum Gedenken an die Opfer eines Generalstreiks im Jahre 1942 erbaut wurde. Der dortige Turm ermöglicht einen weiten Blick ĂŒber die Stadt. Wir besuchten außerdem Luxemburg/Stadt und besichtigten dort unter anderem mehrere Kirchen und die dortigen Kasematten. Diese haben eine ausgezeichnete Akustik, was wir durch unseren Gesang eindrucksvoll unter Beweis stellten.

NatĂŒrlich waren wir auch wie ĂŒblich auf Hajk, um dadurch Luxemburg mit Land und Leuten nĂ€her kennenzulernen. (Ein Hajk ist ein Orientierungslauf.)

Der Hajk verlief fĂŒr alle Gruppen soweit problemlos, außer der Tatsache, dass es einer Gruppe an Essen mangelte, da sich auf ihrer Route weit und breit keine Möglichkeit fand, etwas Essbares zu bekommen. Dieses Problem konnte aber leicht gelöst werden.

Die einzelnen Gruppen machten auf ihren Hajks unterschiedliche gute Erfahrungen. WĂ€hrend eine Gruppe durch schnelles Handeln neue Bekanntschaften schloss, ĂŒbernachteten andere in der Abtei eines Klosters und trafen unter anderem luxemburgische, aber auch belgische Pfadfinder auf ihrem Weg.

Nach dem Hajk stand dann noch ein Pfadfinderlauf fĂŒr unsere JungpfadfinderanwĂ€rter an, welcher von den Knappen als Stammesprobe geplant und erfolgreich durchgefĂŒhrt wurde.

Am Abend erfolgte dann die feierliche Aufnahme der Jungpfadfinder und Knappen. Außerdem stand auch wieder eine Kocharena auf dem Plan, bei dem jede Gruppe gute Ergebnisse erzielen konnte. Einer Gruppe gelang es noch, ihre Töpfe anzuzĂŒnden, was fĂŒr allgemeine Erheiterung sorgte.

Zudem unternahmen wir noch eine Kanutour, bei dem manche Boote aufgrund des Untergrundes oder der Strömung kenterten und wieder aufgerichtet werden mussten.

Das Wetter war wÀhrend des Lagers etwas wechselhaft, es gab also sowohl Regen- als auch Sonnentage.

Der Bunte Abend am Ende des Lagers rundete dieses sehr gut ab. Dabei gab es eine Ausgabe von „Wetten, dass...?“, diverse Spiele und AuffĂŒhrungen, sowie das Lagerlied zu erleben.

Am nÀchsten Tag machten wir uns dann nach dem Abbau gegen 14.00Uhr mit den schönen Erlebnissen aus Luxemburg im GepÀck wieder auf den Heimweg nach Wildeck.

Tobias Herwig

StammesfĂŒhrer der christlichen Pfadfinder in Wildeck ist
Tobias Rimbach.

Weitere Infos auf deren Homepage: www.cpd-wildeck.de